Jesu wahre Verwandte?

Shownotes

In einer Episode im Markusevangelium (Mk 3,30-35) fallen von Jesus die Worte: „Wer ist meine Mutter? Wer sind meine Geschwister?“ In dieser Folge stellt Luzia Sutter Rehmann die gängige Auslegung, hier gehe es um einen Familienkonflikt, Wort für Wort und Schritt für Schritt in Frage: Warum eilen Jesu Mutter und Geschwister herbei und rufen Jesus heraus? Wird er gegen seinen Willen festgehalten? Ist er in einer Notsituation? Braucht er Hilfe? Aus einer befreiungstheologischen Perspektive gelesen, öffnet sich der Blick auf eine Todesbedrohung durch die Gefolgsleute des Herodes.

Shownotes:

Behandelte Bibelstelle: Markus 3,30-35

Weiterführende Lektüre:

  • Luzia Sutter Rehmann, Dämonen und unreine Geister. Die Evangelien, gelesen auf dem Hintergrund von Krieg, Vertreibung und Trauma, Gütersloh 2023, S: 319-330.

  • Schalom Ben-Chorin, Mutter Mirjam. Maria in jüdischer Sicht, München 1982.

Transkript anzeigen

00:00:03: Feministische Bibelgespräche, der Podcast mit Ulrike Metternich und Lucia Sotaremann.

00:00:15: Herzlich willkommen zu unseren feministischen Bibel-Gesprächen!

00:00:19: Mein Name ist Ulrike metternich Ich bin Projektstudienleiterin an der Evangelischen Akademie zu Berlin Und Lucia ich freue mich auf das Gespräch mit dir.

00:00:30: Schön

00:00:30: dass wir

00:00:31: heute wieder gemeinsam in die Bibel schauen können.

00:00:34: Ich bin ganz gespannt was wir finden werden.

00:00:38: Ein herzliches Willkommen auch von mir.

00:00:40: Ich heiße Lucia Souterrema, Leere Neues Testament an der Universität Basel.

00:00:44: Ja und ich habe die Bibel schon aufgeschlagen Ulrike!

00:00:48: Und es kann losgehen?

00:00:49: Ja,

00:00:50: Lucia.

00:00:50: also ich finde das immer so spannend und ich schätze dass du sehr wenn du mit deinem Finger wirklich im griechischen Text von Wort zu Wort gehst und ganz genau hinguckst wie ist das Wort übersetzt worden?

00:01:04: Und manchmal hast du so ganz überraschende Idee, dass du es anders übersetzen würdest und dann entstehen manchmal so ganz neue Verstehensräume.

00:01:15: Also ich finde das ganz wichtig im alten griechischen Text nachzuschauen weil dann kann ich überprüfen was da wirklich steht und was nicht und manchmal kommen wirklich neue... Manchmal auch ganz genaue Übersetzungen eines Wortes dann in den Blick.

00:01:34: Die gewohnte Auslegung kommt dann ins Rutschen.

00:01:39: Übersetzen ist für mich so wie mit einem Nussknacker an einem Text arbeiten, wenn man ein Wort anderes übersetzt, dann fallen die wohlvertrauten Auslegungen in sich zusammen und neue Bilder entstehen dann in unserem Kopf.

00:01:56: Damit möchte ich auch sagen es sind mehrere Schritte oder vielleicht zwei Schritte, die wir immer machen müssen eine Wortbedeutung aufknacken, herausschälen was da rauskommt und dann versuchen diese neue Beobachtungen in ein ganzes zu betten.

00:02:18: Sonst liegt die ja einfach herum man kommt trotzdem noch nicht raus.

00:02:22: Ja also ich finde das spannend da wirklich wozuwo durchzugehen Und wir arbeiten ja mit der Befreiungsteologie.

00:02:31: Und die Befreiungssteologie ermöglicht auch nochmal neue Auslegungen, denn ... Mit dem befreiungstheologischen Blick schauen wir auf die Not der Menschen.

00:02:41: Wir gucken wie die politischen Unterdrückungsverhältnisse waren und wenn wir das alles mit einbeziehen dann eröffnen sich natürlich auch noch mal ganz neue Perspektiven.

00:02:52: Dann sehen wir auf einmal zum Beispiel den Hunger.

00:02:56: in den biblischen Texten, da hast du ja auch ein ganzes Buch drüber geschrieben über den Hunger.

00:03:01: Und wirklich aufgezeicht was es eben bedeutet wenn die Menschen hungrig sind wenn sie nicht genug Brot haben wie sie Aufstände wagen wie sie Verhaftung riskieren weil hungrige Menschen die kaum leben können Die gab es damals und heute gibt es ja auch noch.

00:03:19: und Ja das ist ja auch so ganz großes Potenzial von Unruhe oder auch Aufständigkeit, was dann an den Tag kommt.

00:03:31: Ja und Veränderung also mich überzeugt sehr wie die Befreiungstheologie die Machtgefüge analysiert und die politischen Strukturen in den Blick nimmt.

00:03:44: ich muss sagen in der bürgerlichen Theologie wird das meist ausgeblendet Aber es ist doch wesentlich, um die biblischen Texte in ihrer Zeit zu verstehen.

00:03:55: Ja und ich hätte wirklich größte Lust Ulrike mit dir einen Text anzuschauen, an dem wir zeigen können wie eine kleine Übersetzungsveränderung große Auswirkungen hat.

00:04:09: zum Beispiel im Markus Evangelium Kapitel drei weißt du die Szene?

00:04:16: Weiß schon, welche Szene du meinst.

00:04:18: Du meinst diese Geschichte?

00:04:20: Die trägt die Überschrift, die so wahre Verwandte

00:04:23: und

00:04:25: ich bin mal sehr gespannt wie diese kleine Übersetzungsveränderung, die durch dieser Geschichte machst, die ganze Lektüre verändert.

00:04:35: Ich erinnere mich noch ganz gerne da hast du mal einen ganz berührenden Vortrag gerade über diese Stelle in Berlin gehalten Und der Vortrag ist das Lächeln Jesu.

00:04:48: Mich hat deine neue Ausbildung damals total fasziniert und ich hoffe, unsere Hörerinnen sind jetzt genauso gespannt darauf wie du diese Szene lest.

00:05:00: Ich lese mal die Geschichte vor.

00:05:02: Siehste eigentlich recht bekannt?

00:05:04: Aber wie gesagt, Du hast auch nochmal eine besondere Übersetzung und diese Übersetzung lese ich vor!

00:05:12: Und da sie sagten, er habe einen unreinen Geist, kam seine Mutter und seine Geschwister.

00:05:19: Sie stellten sich draußen hin damit er freigelassen würde – und riefen nach ihm!

00:05:25: Und da eine Menschenmenge um ihn herum saß, sagten sie ihm «Siehe, deine Mutter, deine Schwester und Brüder draußen verlangen nach dir.».

00:05:34: Er antwortete ihnen und sprach «Wer ist meine Mutter und meine Geschwisters?».

00:05:40: Und er schaute die an, die rings um ihn saßen und sagte sie an meine Mutter und meine Geschwister.

00:05:48: Wer den Willen Gottes tut ist Bruder und Schwester und Mutter für

00:05:52: mich.".

00:05:54: Ja mir gefällt diese Szene wirklich sehr!

00:05:59: Die Mutter Jesu wird in diesen wenigen Fersen fünf Mal erwähnt.

00:06:06: das ist sehr viel ja?

00:06:08: Das zeigt hier geht es um Mutter, um Mütterlichkeit.

00:06:13: Um ganz große Zuwendung.

00:06:18: Aber was die herkömmliche Auslegung mit dieser Stelle macht, das finde ich schon problematisch.

00:06:24: Sie behauptet nämlich, die Mutter Jesu verstehe ihren Sohn nicht?

00:06:29: Sie meine sogar er sei verrückt und sie wollen ihn nach Hause beordern.

00:06:35: Und darum distanziere sich Jesus dann von ihr!

00:06:39: Also ich halte das für eine mutter- und frauenfeindliche Interpretation, die ich einfach nicht stehen lassen möchte.

00:06:47: Also Lucia ... Das kenne ich auch.

00:06:51: diese Auslegung, dass diese Geschichte so als Familienkonflikt gesehen

00:06:56: wird.

00:06:56: Genau ja!

00:06:57: Und wo man wirklich sieht, dass Jesus sich jetzt trennen von seiner Mutter oder ihr widerspricht Es wird immer so gemalt, dass Jesus sitzt da und predigt und lehrt.

00:07:10: Und alles ist ganz prima und schön und hell und freundlich.

00:07:14: Dann kommen die Mutter und seine Schwester und wollen ihn unterbrechen und aus dem Haus heraufrufen.

00:07:21: Wenn ich jetzt mal ganz genau höre wie du das übersetzt hast und auch Befreiungstheologisch liest, dann höre ich ja, dass schon in den ersten beiden Sätzen deine Übersetzung, wie eine ganz andere Stimmung wahrnehmen.

00:07:39: Also ich lese das jetzt nochmal.

00:07:41: Vielleicht ist es ja manchen auch schon mal aufgefallen beim ersten Mal dass er irgendwas anders war.

00:07:46: also du übersetzt so und da sie sagten Er habe ein unrein Geist kamen seine Mutter und seine Geschwister.

00:07:55: Sie stellten sich draußen hin damit er freigelassen würde Und rief nach ihm und da bleibe ich doch schon hängen damit er frei gelassen würde.

00:08:09: Also das klingt so ein bisschen nach Bedrohung, wo?

00:08:14: Wo ist Jesus denn da?

00:08:15: Ist der irgendwo gegen seinen Willen festgehalten?

00:08:19: Wieso übersetzt du, dass er freigelassen würde?

00:08:26: Ja ja also Mutter und Geschwister kommen und stellen sich draußen hin.

00:08:31: So beginnt die Szene.

00:08:34: Sie wollen Jesus sehen oder sprechen und sie können nicht zu ihm hineingehen.

00:08:41: Und darum eben rufen sie seinen Namen laut auf der Straße.

00:08:45: Nun steht aber das Verb apostellain, also Sie rufen damit er freigelassen werde.

00:08:54: Apostellain heißt wirklich jemanden gehen lassen, frei lassen.

00:09:01: Also da müssen wir annehmen, jemand hält Jesus fest, auf irgendeine Weise.

00:09:09: Darum fordert seine Familie jetzt seine sofortige

00:09:13: Freilassung.".

00:09:15: Also das ist ja spannend!

00:09:17: Da hast du so eine Nuss geknackt mit dieser anderen Übersetzung der Vokabel?

00:09:22: Ja also dass er freigelassen wird... Also wenn Jesus wirklich gegen seinen Willen festgehalten würde dann wäre das bedrohlich.

00:09:33: aber Luzia Kann man das irgendwo wirklich im Text sehen?

00:09:37: Und wie kommst du überhaupt zu dieser Lektüre, dass er da irgendwie gefangen genommen wurde oder...

00:09:46: Es ist ja nicht nur das eine Verb Apostellein.

00:09:48: Also wo das jetzt einfach einwandfrei belegen würde, das ist klar!

00:09:52: Das ist so eben ein Knacks in den Nuss und jetzt müssen wir schauen was wir aufnehmen können, was sich wirklich bewegt.

00:10:04: Es braucht viele kleine Schritte dazu.

00:10:06: Und ich denke, wir müssen das ganze Umfeld dieser Szene besser begreifen.

00:10:10: Wir müssen uns fragen warum seine Mutter die Schwestern und die Brüder hier plötzlich auf der Matte stehen?

00:10:18: Warum tauchen sie auf und verlangen nach ihnen?

00:10:22: Weißt du Lucia, das finde ich immer so toll!

00:10:24: Du stellst

00:10:25: Fragen?!

00:10:27: Die habe ich mir noch nie vorgestellt.

00:10:30: Die Mutter, die Schwester oder die Bruder waren plötzlich da

00:10:33: Aber

00:10:33: warum sind die gekommen?

00:10:35: Und ganz ehrlich, wenn eine Mutter und lauter erwachsene Geschwister kommen, das hört sich schon nach Notfall an.

00:10:43: Wo bahnt sich denn diese missliche Lage an und wo siehst du die Bedrohung?

00:10:50: Ja eigentlich beginnt ihr schon in den ersten Fersen dieses Kapitels also des dritten Kapitls.

00:10:56: Jesus lehrt da in der Synagoge.

00:10:58: Das klingt jetzt noch friedlich aber dann heißt es schon Die pharisäische Gruppe ging hinaus und fasste mit einigen Gefolgsleuten des Herodes den Beschluss, Jesus zu vernichten.

00:11:16: Das ist

00:11:16: massiv!

00:11:18: Das müssen wir wirklich ernst nehmen.

00:11:20: Dieses Kapitel beginnt mit einem Vernichtungsplan Und das vergessen wir meist.

00:11:27: dann geht es dann irgendwie weiter See und Berg, Leuten und Aposteln.

00:11:32: Wir haben das vergessen!

00:11:33: Aber da steht diese Bedrohung.

00:11:37: Und Jesus sehen wir dann arbeiten in diesem Kapitel mit den Armen die oft auch hungrig sind und Tag und Nacht schuften und trotzdem eben hungriger bleiben.

00:11:51: Unerträglich.

00:11:53: Also die Armut, den Hunger und die Ausbeutung das sehen wir dann im Vers zwanzig.

00:11:59: also noch ein paar Verse vor unserer Stelle da.

00:12:03: ich lese mal aus der Einheitsübersetzung was die da schreibt bei vers zwanziger Jesus ging in ein Haus Und es kamen wieder viele Menschen zusammen weil sie nicht einmal Brot essen konnten.

00:12:20: Da sehen wir ja wie schlimm die Not der Bevölkerung ist.

00:12:23: nicht mal Brot haben sie.

00:12:25: Jesus wendet sich also diesen Leuten zu, aber die Herrschenden sehen das gar nicht gerne, dass sich da einer mit diesen Massen befasst und Sie sagen dann, er sei von Sinnen!

00:12:41: Er habe den Verstand

00:12:43: verloren.".

00:12:45: Ja wenn du mir jetzt so diese Zähne vor Augen malst, dass die hungrigen sich da sammeln dass sie Jesus folgen und das heißt auch, müssen viele folgen ihm.

00:12:57: Dann kann ich das auch mit Zehen verbinden die wir heute in der Zeitung lesen oder im Fernseher sehen können.

00:13:05: ja immer wenn Hunger irgendwo existiert strömt die Leute zusammen Die Massen gehen auf die Straße Sie protestieren gegen das Unrechtsystem also wer kein Brot zu essen hat.

00:13:21: Das ist ganz furchtbar und ganz ehrlich gesagt.

00:13:24: Darüber könnte ich auch heute wahnsinnig werden, wenn ich die Nachrichten dieser Welt lese und die ganze Not wahrnehme, die gerade auch in unserer Welt ist und wo Menschen so unter Hunger leiden und deshalb aufstehen.

00:13:40: Leider ist diese Szene bei Jesu Szene noch an vielen, vielen Orten Realität.

00:13:49: Aber ich bleibe jetzt beim Bibeltext und lese weiter, damit wir diese bedrohliche Situation erkennen die Jesus geraten ist.

00:13:58: Und nach der du ja gefragt hast.

00:14:00: Die Mächtigen haben also schon zu Beginn des Kapitels beschlossen ihn aus dem Weg zu räumen.

00:14:07: Dann haben wir gesehen wie die Leute Hunger haben Also nicht mal Brot essen können und dann wird Jesus festgenommen.

00:14:14: Das ist die Reihenfolge.

00:14:17: Ja.

00:14:18: Also dann lese ich das jetzt nochmal genau den Text, dass wir ihn einmal verohren haben.

00:14:23: Also Jesus ging in ein Haus und es kamen wieder viele Menschen zusammen weil sie nicht einmal Brot essen konnten.

00:14:33: Und dann geht es weiter.

00:14:35: als seine Angehörigen davon hörten machte sich auf den Weg um ihnen mit Gewalt zurückzuholen denn sie sagten er ist von Sinnen!

00:14:47: Also als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg um ihn mit Gewalt zurückzuholen.

00:14:53: Denn sie sagten es von Sinnem... also ist das jetzt die Festnahme Jesu?

00:14:59: Irgendwas stimmt doch nicht!

00:15:01: Wieso

00:15:02: sind da einmal die Angehöhrigen, die ihn holen wollen?

00:15:07: Du

00:15:07: kannst auch da nicht von Festnamens sprechen wenn das die An gehörigen sind oder?

00:15:11: Es ist eben so dass das Wort Amgehörige nicht im griechischen Text steht.

00:15:18: Also ganz ehrlich gesagt, ich habe jetzt gerade den Texte-Einheitsübersetzung gelesen und das steht nicht im Text Angehörige.

00:15:28: Das ist auch komisch!

00:15:29: Was steht denn da überhaupt?

00:15:31: Also guck mal bitte wieder ganz genau hin in den griechischen Texten.

00:15:33: Ja, ja, mach' mich doch ganz genau.

00:15:36: Da steht Heu peri autoo und das heißt wörtlich die um ihn herum.

00:15:49: Liebe Hörer und Hörern, wenn Sie irgendwie jetzt nachgucken wollen.

00:15:53: Was machen denn die anderen Übersetzungen?

00:15:56: Dann muss man sagen Die Luther-Bibel sagt er, die Seinen wollten ihn holen!

00:16:02: Die Züricher

00:16:03: schreibt die Verwandten aber wortwörtlich steht da was ganz anderes.

00:16:11: also das macht natürlich mir ein ganz anderes Bild vor Augen ob ich jetzt denke seine verwandten wollt ihnen hören oder irgendwelche Leute, die um ihn herum standen.

00:16:23: Also da dreht sich irgendwas in meinem Kopf... Da bin ich noch gar nicht mit fertig!

00:16:28: Wie sollen wir uns das jetzt vorstellen?

00:16:30: Was meinst

00:16:30: du?!

00:16:33: Ja, wer waren diese Leute, diese Heuperiautou?

00:16:38: Jedenfalls Nichtverwandte oder Angehörige, weil es sind einfach Menschen, die nicht genau definiert sind.

00:16:48: Es sind einfach die um ihnen herum.

00:16:51: mehrdeutige oder uneindeutige Formulierung.

00:16:56: Es ist keine klare Gruppe, das ist also... Das ist der einzige was klar ist!

00:17:03: Also Lucia, das muss ich jetzt mal sacken lassen.

00:17:05: Also es sind nicht seine Angehörigen den holen wollen sondern Menschen die gerade um ihn herum waren und das einmal festzuhalten.

00:17:13: Das Wort Angehöre steht zwar in unseren Bibelübersetzungen aber es steht nicht im griechischen Text

00:17:21: Und dazu passt auch, dass diese Leute Jesus mit Gewalt holen.

00:17:26: Das sollten ja also Angehörige wirklich nicht machen.

00:17:31: Das sehen wir an der Vokabel Carteo.

00:17:34: das kann wirklich bedeuten mit gewalt festnehmen.

00:17:38: die wollen ihn nicht nur holen oder halt beirufen oder so sondern das ist Zupacken mit Gewald oder gegen den Willen von jemandem.

00:17:48: eine undefinierbare Gruppe von Leuten um ihn herum packen Jesus mit Gewalt und schleppen ihn mit.

00:17:58: Das ist das, was hier abgeht.

00:18:00: Hier geht es wirklich massiv zur Sache.

00:18:03: Und übrigens – das ist immer auch noch interessant dieses Verb von Packen, von Krateo – dass ist dasselbe später, wo Jesus dann verhaftet wird.

00:18:14: Da sind es die Soldaten, die Jesus mit krateo!

00:18:18: also mit Gewalt packen.

00:18:21: Und es ist auch das selbe Werk, mit dem Johannes der Teufel festgenommen und ins Gefängnis geworfen wurde in Markus

00:18:28: VI.".

00:18:31: Also Luzier

00:18:31: da bricht ja nicht nur eine Nuss auf sondern er bricht auch noch bei mir ganz andere Bilder auf!

00:18:38: Wir haben jetzt auf einmal dieses Bild vor Augen.

00:18:41: Jesus wird ergriffen mit Gewald und interessanterweise passiert das genau in dem gleichen Moment, wo die Hungringen in den Blick gekommen sind.

00:18:57: Das seine Zuwendung zu den Hungringern und zu den Armen vielleicht von den Mächtigen auch als Aufwegelung verstanden wirkt?

00:19:06: Als Kritik!

00:19:08: Und wenn wir jetzt diese gängige Bibelübersetzung beibehalten und hier von Angehörigen sprechen oder verwandten dann kommen wir natürlich überhaupt nicht dazu so anders zu verstehen, wie du es gerade vorschlägst.

00:19:24: Also

00:19:25: er wird gefangen genommen und interessanterweise genau in dem Moment wo auch die Hungeregen in den Blick gekommen sind.

00:19:37: Da gibt's auf einmal eine Verbindung, die hab ich vorher noch nie so gesehen ja?

00:19:41: Also Jesus wendet sich den Hungeren zu, die laufen ihm zu und wenn wir das jetzt so befreiendestiologisch lesen dann kann man sich ja auch vorstellen, dass die Herrschenden das durchaus als Aufwiegelung verstanden haben könnten und als Kritik.

00:19:59: Und mit dieser neuen Bibel-Übersetzung schaffst du ganz neue Vorstellungswelten.

00:20:05: Also die gängigen Übersetzungen, die hier von Angehörigen oder Verwandten sprechen, die übersetzen diese Worte heu periatu wirklich politisch unbedarft.

00:20:19: sie verkennen den ernsten Lager.

00:20:21: Ich denke, hier geht es nicht um die Mutter oder die Geschwister oder die Verwandten.

00:20:30: Sondern es geht um die Sicherheitsleute des Herodes, die schon zu Beginn von Kapitel drei aufgetaucht sind und beschlossen haben, Jesus zu vernichten.

00:20:39: Und diese Leute, Heuperi Auto, mischen sich unter die Menge – sie sind in seiner Nähe – und im geeigneten Moment schlagen sie mit Gewalt zu.

00:20:51: Das ist das, was wir hier vor uns

00:20:53: haben.".

00:20:54: Also die Sicherheitspolizei des Herodes!

00:20:58: Die schwer bewaffneten Spezialkräfte von damals.

00:21:01: und ich glaube, wir ahnen so langsam wie bedrohlich das auch für Jesus war wenn er sich für die hungrigen Menschenmengen eingesetzt hat und er lief damit in Gefahr von Herodes verhaftet zu werden, verfolgt

00:21:17: zu werden.

00:21:19: Das ist jetzt wirklich eine ganz, ganz andere Perspektive.

00:21:24: Und manchmal denken wir,

00:21:26: hm ...

00:21:27: War Jesus denn wirklich so bedroht?

00:21:29: Wir machen immer so schöne Bilder von Jesus!

00:21:32: Jeder empfängt ihn ganz freundlich und alle wollen mit so ihm und den Armen will er helfen.

00:21:40: Aber eigentlich wissen wir das ja auch, die wir regelmäßig in der Bibel lesen, dass Jesus von Anfang an bedrohnt worden war von Herodes und von den Römern.

00:21:53: Also das fängt ja schon in der Kindheitsgeschichte an, dass Herodes Jesu schon als Neugeborenen hatte töten lassen wollen.

00:22:02: Und wir wissen auch, dass Jesus am Ende umgebracht wurde!

00:22:07: Aber irgendwie bringen wir das nicht mit dieser Szene jetzt zusammen.

00:22:12: wenn wir hier von Angehörigen reden?

00:22:15: Ja klar... Das ist wirklich fast gar die Angehörung.

00:22:22: In dieser kleinen Szene gibt es ja auch diese Begründung, warum er jetzt mit Gewalt ergriffen werden soll.

00:22:30: Es steht, Er ist von Sinnen, sagten sie.

00:22:34: Das klingt ganz so als ob die Sicherheitsleute ihr vorgehen gegen ihn mit diesem Satz legitimieren wollten.

00:22:42: Jesus hat zu den Hungrigen gesprochen, er hat in Mut gemacht für das tägliche Brot aufzustehen weil es ihnen doch wirklich zusteht.

00:22:52: Doch für die Mächtigen, eben wie du sagst war das Aufwiegelung der Massen.

00:22:58: Und wenn wir an Johannisten Teufel denken ja seine Königskritik hat ihm ja das Leben gekostet.

00:23:06: Ja und wenn wir jetzt nochmal in die Gegenwart springen ein Engagement für die Bevölkerung war und ist gefährlich.

00:23:13: bis heute

00:23:14: also

00:23:16: auch Heute werden Menschen umgebracht wenn sie sich für die Armen einsetzen.

00:23:21: Also wir denken an Mahatma Gandhi, an Martin Luther King, an Marielle Franco ... Die Afro-Brasilianerin war Stadträtin in Rio de Janeiro.

00:23:31: Sie wurde zwanzig achtzehn auf offener Straße erschossen weil sie sich mit den Menschen in Armsiedlungen eingesetzt hat und besonders auch für Frauen.

00:23:41: also dieser Einsatz für die armen ist bis heute gefährlich je nachdem wo man gerade lebt

00:23:48: Und das müssen wir schon mithören und mitdenken, wenn wir biblische Texte lesen.

00:23:54: Also die Evangelien erwähnen mehrmals dass Jesus beäugt und bedroht wurde.

00:24:01: Wir sind gewohnt diese Hinweise irgendwie so wegzulesen also nicht so richtig ernst zu nehmen.

00:24:08: Sie ernst nehmen

00:24:09: d.h.,

00:24:10: die politische Gefährdung ist real und muss mitgelesen werden.

00:24:16: Viele, viele Menschen haben sie erlebt.

00:24:19: Also Lucia kommen wir nochmal auf den Bibeltex Markus III zurück.

00:24:24: Wir haben gesehen dass es Leute in seinem Umfeld gibt die ihn mit Gewalt festnehmen und danach kommt es zu einem Verhör.

00:24:32: dann kommt Schreiber von Jerusalem ab und Jesus wird vorgeworfen mit Belzebub im Bunde zu sein.

00:24:40: das ist ja auch eine sehr interessante und schwierige Stelle.

00:24:44: Ja ist ein bisschen Schwierig diese Stelle, aber sie schildert eine Verhörsituation.

00:24:51: Am Ende dieses Verhöres geht es Jesus schlecht.

00:24:54: Darum heißt es und nun kommen wir wieder zu diesen die Waren verwandten... ...zu dieser Szene ja?

00:25:01: Darum heisst es er habe einen unreinen Geist!

00:25:05: Und da taucht jetzt seine Mutter auf.

00:25:09: Ich lese das jetzt nochmal.

00:25:11: Jetzt haben wir da ein paar Kurven gemacht Und da sie sagten, er habe einen unreinen Geist, kamen seine Mutter und seine Geschwister.

00:25:20: Sie stellten sich draußen hin damit er gehen gelassen würde und riefen nach ihm.

00:25:27: Und da eine Menschenmenge um ihn herum saß, sagten sie ihm, siehe deine Mutter, deine Schwestern und Brüder draussen verlangen nach dir.

00:25:38: Er antwortete ihnen und sprach, wer ist meine Mutter und meine Geschwiste?

00:25:45: Und er schaute die an, Die rings um ihn saßen und sagte sie am Meine Mutter und meine Geschwister.

00:25:55: Wer den Willen Gottes tut ist Bruder und Schwester und Mutter für

00:25:59: mich.".

00:26:03: Also auf diesem Hintergrund kann ich ja die Geschichte wirklich nicht mehr als ein Reihenfamilienkonflikt lesen!

00:26:11: Und ganz ehrlich gesagt?

00:26:13: Auf diese Lesart kommen wir auch nur wenn wir die politische Situation ausblenden.

00:26:18: Ja, genau.

00:26:19: Wenn wir die Augen davor verschließen, dass er oder es die Bevölkerung hungern ließ und keine Kritik duldete... doch kann's versteh ich immer noch nicht!

00:26:30: Was hier genau los

00:26:31: ist?

00:26:33: Du hast recht, das braucht noch ein paar kleine Schritte.

00:26:38: Wir müssen uns jetzt fragen warum die Mutter mit Samtengeschwistern Jesu genau hier und jetzt auftaucht.

00:26:47: Wir haben als letzten Satz nach diesem harten Verhör, mit Bellsibule etc.

00:26:54: haben wir gehört er hatte einen unreinen Geist.

00:27:00: so das können wir heute nicht mehr einfach eins zu eins verstehen.

00:27:03: wir denken und sprechen anders.

00:27:07: aber ich verstehe dass heute so seine Geistkraft seine Lebenskraft war vom Tod gezeichnet Das heißt Unrein der Geist.

00:27:19: Also es ging ihm sehr, sehr schlecht.

00:27:23: Die Gewalt hat Spuren hinterlassen.

00:27:27: Er kämpfte mit dem Tod, mit dem was er erlebt hatte.

00:27:31: Vielleicht wurde er zusammengeschlagen oder er hat einfach schlicht den Lebensmut jetzt im Moment verloren.

00:27:39: und kaum ist also dieser Satz raus, er hat einen unreinen Geist kommen seine Nächsten.

00:27:47: Sie eilen jetzt dabei, weil sie wissen, er braucht uns.

00:27:54: Also dass es Jesus schlecht geht!

00:27:57: Dass Jesus Hilfe braucht... Das ist natürlich auch erstmal für unsere Vorstellungswelt ungewohnt.

00:28:05: Normalerweise ist er immer für die anderen da aber manchmal brauche er auch die Hilfe seiner Familie und das kommt ja auch an andere Stellen in den Evangelien vor dass wenn es jemanden sehr schlecht geht, weil er oder sie einen unreinen Geist haben.

00:28:23: Dann eilen die Angehörigen herbei um sich für diesen Menschen einzusetzen und in deinem Buch Dämonen und Unreine Geister hast du ja da auch ganz viele Beispiele für gefunden.

00:28:36: Ja so im Markus Evangelium ist das einmal ein Vater, der um seinen Sohn kämpft und einmal eine Mutter, die mir ihre Tochter kämpfte, weil Sie einen unrennen Geist und sie kämpfen, warum das ihre Kinder leben können.

00:28:51: Und genau da sehen wir hier die Mutter kommt und kämpft um ihren Sohn.

00:28:56: Ja!

00:28:57: Und das verändert den Blick total.

00:29:00: Jesu Mutter kommt also.

00:29:02: die Mutter Kommt weil es ihrem Sohn schlecht geht, weil es Jesu schlecht geht.

00:29:06: Und ich meine Sie ist natürlich extrem besorgt wenn sie hört dass er festgenommen wurde und verhört wurde, dass er jetzt irgendwo am Boden liegt.

00:29:17: Genau!

00:29:18: Darum steht sie draußen.

00:29:20: Sie stellt sich hin zusammen mit seinen Schwestern und Brüdern und sie fordert ihn zu sehen... wie geht es ihm?

00:29:30: Sie fordert ihn frei, also lasst ihn gehen.

00:29:35: Und ich merke jetzt so Lucía, wie sich die neue Lektüre Schritt für Schritt zusammensetzt.

00:29:42: Also wir müssen den politischen Horizont mit einbeziehen, das Regime plant die Verhaftung Jesu von Anfang an.

00:29:50: Das will ihn aus dem Weg räumen und das ist ja auch erstmal ganz neu.

00:29:55: mitzudenken, dass es die Sicherheitsleute des Rhodes sind diese Leute um ihn herum, die ihn mit Gewalt ergreifen wollen.

00:30:03: Dann kommt es zu dem schlimmen Verhör und danach geht es Jesu schlecht.

00:30:07: Es geht ihm so schlecht dass seine Mutter und seine Geschwister herbeieilen.

00:30:14: Und ich finde das sehr schön, wie du das jetzt hier für Schritt-für-Schritt uns aufgezeicht hast.

00:30:21: Das ist wirklich nicht eine Familie die ihn mit Gewalt holen will sondern es sind diese Eisleute des Herodes.

00:30:29: sie beschuldigen ihnen von Sehnen zu sein oder mit dem Bildsybul ein Pakt geschlossen zu haben und in solchen Verhören wird oft auch Folter eingesetzt und die Leute werden sehr hart angegangen.

00:30:42: Und darum geht es Jesus miserabel, und darum kommt jetzt seine Mutter.

00:30:48: Ja!

00:30:49: Die Mutter kommen weil sie ihrem Sohn helfen musste und sie ruft alle ihre anderen Kinder zusammen und ich stelle immer das ja auch nicht als kleine Kinder vor sondern als erwachsene Kindern und das sind die Mütter und die Schwestern.

00:31:02: Alle lassen alle stehen und liegen, stellen sich draußen hin auf die Straße.

00:31:07: Und stehen jetzt da wo Jesus festgehalten wird draußen.

00:31:14: Diese Zähne kann man sich mal ganz anders vor Augen malen.

00:31:18: Ich kann mir das richtig deutlich vorstellen wie sie da draußen stehen und drinnen sitzt Jesus und Sie rufen.

00:31:26: Ja also und jetzt ist es mir wirklich wichtig dass wir diese Initiative der Mutter ist eine positive Rolle sehen.

00:31:34: Sie ist zutiefst beunruhigt über das Schicksal ihres Sohnes, sie geht begleitet von ihren Kindern dorthin wo sie Jesus vermutet.

00:31:44: Maria also die alte Mutter kämpft für seine Freilassung und dazu passt dass in der ganzen Bibel der Begriff Mutter eigentlich sehr positiv vorkommt.

00:31:59: Mütterlichkeit gilt als Inbegriff sozialer Verantwortung für die Schwächsten.

00:32:05: Eine Mutter in Israel, das ist so ein Begriff, ein Ehrentitel für eine Stadt oder auch manchmal für eine Person.

00:32:15: Das ist schön!

00:32:17: Bei uns heißt es manchmal, wenn die Mutter immer an allem Schuld

00:32:21: ist.

00:32:21: Ja, kann man meinen

00:32:23: ja?

00:32:24: Aber du hast natürlich recht – in der Bibel gilt Mutter sein als eine Metapher für Verantwortung und Schutz.

00:32:31: Und ehrlich gesagt über Maria wird doch im gesamten Neuntestament immer nur sehr anerkennengesprochen.

00:32:40: Also ich denke an die Geburtsgeschichte, da ist Maria diejenige, die die Worte des Engels hört und Maria steht auch unter dem Kreuz und es hat doch immer den Anschein das Jesus einen sehr guten Kontakt zu seiner Mutter gehabt hat.

00:32:59: Weiß du?

00:32:59: Dazu passt auch, dass der jüdische Religionswissenschaftler Shalom Ben-Kurin, der hat gesagt... Also diese christliche normale Auslegung gehört hat.

00:33:07: Dass er sagt, das kann doch irgendwas nicht stimmen!

00:33:11: Das Jesus, der ein Rabbi ist, seine eigene Mutter so harsch behandeln würde.

00:33:17: Das sei doch eigentlich für einen jüdischen Rabbi undenkbar?

00:33:21: Ja, das finde

00:33:22: ich auch.

00:33:24: Die Initiative der Mutter ist doch lebenswichtig für Jesus.

00:33:28: Sie kommt mit seinen Geschwistern, um ihn beizustehen.

00:33:32: Wer wagt es denn?

00:33:33: Wenn jemand politisch verfolgt wird sich auf der Straße hinzustellen und den Namen lau zu rufen wenn nicht die nächsten Angehörigen und Freunde?

00:33:44: Ja sie stehen draußen und fordern seine Freilassung.

00:33:47: Und was geschieht jetzt?

00:33:49: Jetzt wird's ganz berührend.

00:33:53: Es sind diejenigen, die um Jesus herum sitzen Die mit ihm zusammen Festsitzen, kann man sagen.

00:34:02: Die sagen zu ihm Hör deine Mutter Deine Schwestern und Brüder sind da draußen Und die rufen nach dir.

00:34:12: Und jetzt hebt Jesus den Kopf Und er hört wie sein Name gerufen wird Erhebt den Kopf und er sieht die besorgten Blicke derjenigen, die bei ihm In einem Kellerloch oder in einem Verließ oder wir auch immer festsitze.

00:34:31: Vielleicht wurden auch sie festgenommen, weil Sie was sagten im falschen Moment oder weil Sie ein bisschen Brot gestohlen haben oder was weiß ich.

00:34:45: Diese Leute hören das Rufen – sie sagen es Jesus und er erkennt, dass er nicht Mutter Seelen verlassen

00:34:54: ist.".

00:34:56: Das heißt wenn ich dir jetzt folge dann ist dieser Satz an die Leute, die mit ihm drinnen sitzen Ein ganz großes Kompliment an die, die Ihnen das gesagt haben.

00:35:11: Die ihn aufgeründet haben und gesagt haben Mensch hör doch mal mach die Ohren auf!

00:35:16: Da ist auch deine Mutter und eine Geschwister Und ich glaube Das ist der Moment wo du vom Lächeln Jesu gesprochen hast.

00:35:26: Ja also wenn ich das so lese geht da für mich ein lächeln über sein Gesicht Und wir können sagen, im Moment wo er die Stimme seiner Mutter hört kann er die unreine Geistkraft loslassen.

00:35:42: Es geht ihm schon um einiges besser erfasst neuen Mut und er beginnt wieder zu lehren?

00:35:50: Naja das stimmt auch!

00:35:51: Das ist ja auch seine Lehre.

00:35:52: dieser Satz Wer den Willen Gottes tut ist mir Mutter und Geschwister.

00:35:59: Das will er ja für uns alle, dass wir den Willen Gottes tun.

00:36:03: Dass wir traurige aufrichten, weinende Tröste, Gefangene nicht vergessen oder sogar ihre Freilassung fordert!

00:36:11: Alle die handeln wie meine Mutter und meine Geschwister – und damit spricht ihr die Menschen an, die bei ihnen sind, denen es auch schlecht geht, aber die ihn trotzdem aufmuntern und unterstützen.

00:36:29: Sie So hilfreich wie seine Familie für ihn.

00:36:32: Ja, genau!

00:36:34: Jesus braucht Geschwister drinnen und draußen in dieser Welt.

00:36:40: Und diese kleine Szene die wir jetzt so genau angeschaut haben zeigt was Unterstützung bewirken kann.

00:36:48: Jesus lehrt wieder erhebt seinen Kopf und sein vom Tod und Gewalt getrübter Geist wird wieder klar und hell.

00:36:58: Und ja, vielleicht hat er gelächelt.

00:37:02: Liebe Lucia!

00:37:04: Wir haben jetzt Schritt für Schritt eine ganz neue Auslegung von dir gehört.

00:37:09: Ich finde das

00:37:10: hochspannend

00:37:12: und es hat mir ganz viele neue Aspekte eröffnet.

00:37:16: ich denke auch unseren Hörer-und-Hörerinnen und wer das gerne nochmal nachlesen möchte kann das auch tun in deinem Buch Dämonen und Unreine Geister auf das nächste Gespräch mit dir.

00:37:31: Vielen Dank!

00:37:33: Gerne tschüss!

00:37:37: Folgen Sie uns kostenfrei bei Spotify und auch vielen weiteren Plattformen oder hören sie uns direkt, auf der Webseite der Evangelischen Akademie zu Berlin unter www.eaberlin.de-feministischebiblgespräche.

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