Schwimmt gegen den Strom! Der Brief an die Gemeinde in Rom
Shownotes
Zu Gast bei Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich ist die Theologin Claudia Janssen, die für die Bibel in gerechter Sprache den Brief an die Gemeinde in Rom („Römerbrief“) übersetzt hat. Der erweist sich im Gespräch als Zeugnis einer lebendigen Diskussions- und Glaubensgemeinschaft, in der Frauen und SklavInnen wichtige Aufgaben übernehmen. Zum Eingangstor wird das letzte Kapitel: Die dort erwähnte Phoebe war nicht nur die Überbringerin des Briefes, sondern seine erste Interpretin und Erklärerin. Und Tertius, ein Sklave, outet sich als einer der Schreibenden. So liest sich Paulus neu und sehr zeitgemäß. Sein Aufruf „Schwimmt nicht mit dem Strom“ (Römer 12,2) macht den alten Brief zu einem Dokument des politischen und spirituellen Widerstands.
Shownotes:
Behandelte Bibelstellen: Römer 12,1–2 und Römer 16 (Bibel in gerechter Sprache)
Claudia Janssen, Mutig durch die Welt gehen. In: Exegetische Skizzen, Deutscher Evangelischer Kirchentag Hannover, 30. April – 4. Mai 2025, S. 20.
Marlene Crüsemann: Trost, charis und die Kraft der Schwachen: Eine Christologie der Beziehung nach dem zweiten Brief an die Gemeinde in Korinth, in: Dies./Carsten Jochum-Bortfeld: Christus und seine Geschwister. Christologie im Umfeld der Bibel in gerechter Sprache, Gütersloh 2009, S. 111–137.
Luzia Sutter Rehmann, Die paulinischen Briefe in der feministischen Exegese – ein Überblick. In: lectio difficilior 1/2001.
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